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Eine kurze Präsentation

Die Sportschulen in Oure wurden 1987 gegründet und bestehen heute aus einer Internatsvolkshochshule für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren, einem Gymnasium und einer Internatsvolkshochschule für Erwachsene. Insgesamt werden die Sportschulen von ca. 750 Schülern besucht und 130 Angestellte arbeiten in diesem einzigartigen, modernen und dynamischen Ausbildungsmilieu.

Wir liegen in der Mitte Dänemarks, genauerer gesagt im Südosten der Insel Fünen, cirka 20 Autominuten von der Brücke über den Grossen Belt entfernt und 12 km nördlich von Svendborg. (Karte)

Also mitten in der üppigen Natur der Insel Fünen und in unmittelbarer Nähe von Wald und Strand und mit dem Fischerdorf Lundeborg als Stützpunkt für unsere maritimen Aktivitäten.

Das Campusgelände erstreckt sich über ungefähr 33 Hektar und umfasst eine Reihe Sportanlagen und Unterrrichts- und Unterbringungseinrichtungen.

Die Sportschulen verfügen u.a. über eine eigene Schwimmhalle, Sporthallen, ein mit Kunststoff belegtes Fussballfeld im Freien, driving range für Golf mit überdachtem Schlagübungsplatz und einen 22 m hohen Kletterturm.

Oure, was übrigens wie ”Ore” ausgesprochen wird, ist der Name des kleinen Dorfes, in dem wir als eine Art ”Dorf im Dorfe” beheimatet sind.

An den Sportschulen in Oure herrscht ein unkonventionelles und modernes Ausbildungs- und Bildungsmilieu für junge Leute, wo im Zusammenspiel von Sport, den theoretischen Fächern und dem sozialen Raum der Schulen persönliche Kompetenzen entwickelt werden.

Wir sind unabhängig von politischen, kommerziellen und religiösen Interessen. Die tragenden Ideen der Schulen gründen sich auf einen offenen, kritischen, engagierten und modernen Zugang zu unserer Zeit und das pädagogische Ziel ist, ”den einzelnen Schüler in die Lage zu versetzen, Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen und dadurch wie ein verantwortungsbewusster Weltbürger agieren zu können”, wie es in den für die Schulen formulierten Wertvorstellungen heisst (siehe Werte)

Unsere Inspiration und unsere Sicht auf Bildung und Ausbildung entlehnen wir der - grob gesagt - europäischen Aufklärungstradition, wo der einzelne Mensch und die Integrität und Souveränität des einzelnen Menschen im Mittelpunkt stehen.

Wir glauben daran, dass es bei Bildung und Ausbildung in einer modernen, dynamischen und veränderlichen Welt darum geht, das Handlungspotential des einzlenen Menschen zu stärken, durch Entwicklung der persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen den Einzelnen frei zu machen, sodass er selbst und souverän seine Entscheidungen treffen und seinen Kurs durch das Leben steuern kann.

Gleichzeitig glauben wir, dass gerade bei der Begegnung freier und souveräner Individuen echte und brauchbare Gemeinschaften entstehen. Nämlich die Gemeinschaften, die durch Dialog, Wechselwirkung und Synergie definiert und entwickelt werden. Die Gemeinschaften, die aus einer zwischenmenschlichen Notwendigkeit im Heute heraus entstehen und nicht automatisch aus Tradition, Geschichte und althergebrachten Überlieferungen heraus definiert werden.

Die übergeordnete, notwendige Gemeinschaft ist die globale Wirklichkeit, in der die Menschheit mehr denn je in eine Schicksalsgemeinschaft eingeht und mit ungeahnten Möglichkeiten, aber auch den in unserem gemeinsamen Leben enthaltenen enormen Risiken konfrontiert wird Daher ist das Bildungsideal vom verantwortungsbewussten Weltbürger alles andere als eine leere Floskel.

In der Schultradition, der wir uns verschrieben haben, wird mitunter unterschieden zwischen den Begriffen “Bildung” und “Ausbildung”. Unserer Meinung nach ist das in einer modernen, posttraditionellen, sich in stetiger Wandlung und Entwicklung befindenden Gesellschaft nicht möglich. Der moderne Mensch muss eine Reihe komplizierter und insbesondere zusammenhängender Kompetenzen beherrschen, um handeln zu können Mit der Entwicklung dieser “Handlungskompetenzen” – den technischen, wissensmässigen, kommunikativen, sozialen und zwischenmenschlichen - kommen wir unserer Meinung nach in der heutigen Zeit der traditionellen Allgemeinbildung am nächsten.

Die Sportschulen in Oure stellen ein einzigartiges Lernmilieu dar, in dem die Schüler sich allseitig entwickeln und sich eine Reihe der zentralen sozialen und kommunikativen Handlungskompetenzen aneignen. Diese Entwicklung des einzelnen Schülers vollzieht sich in stetigem Zusammenspiel und wechselseitiger Beeinflussung der drei Lernfelder der Sportschulen, nämlich dem Sport, den schulischen/theoretischen Fächern und dem sozialen Raum, den die Internatsform bietet.

Der Aufenthalt an einer Internatsvolkshochschule ist für die meisten ein bedeutungsvolles menschliches, zu einer tieferen Persönlichkeitsentwicklung führendes, den Einzelnen fernerhin prägendes Erlebnis.

Mit anderen Worten haben sich ein Lernprozess und ein grenzüberschreitender persönlicher Prozess vollzogen, womit der Einzelne besser in die Lage versetzt wird, zu agieren, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen, sich zu orientieren und somit Herr seiner eigenen Lebensbiographie zu werden.

An den Sportschulen in Oure verstehen wir Sport als ein zentrales und universales humanistisches Bildungsfach. Mit Ausgangspunkt im Sport entwickelt der einzelne Schüler eine Reihe allgemeiner und universaler Kompetenzen und Fertigkeiten. Transferwerte heisst das in der modernen Sprache der Pädagogik. Also allgemeingültige Erfahrungen, die unentbehrliche persönliche Werkzeuge im individuellen Bildungsprozess werden.

Sport heisst das Trainieren einer Reihe konkreter Fertigkeiten, wie z.B. die persönliche Ertüchtigung, technisches Können und die Fähigkeit zu konzentriertem und fokussiertem Arbeiten.

Sport heisst, sich seines Körpers bewusst sein, wie er funktioniert, wie er reagiert und wo seine Grenzen liegen.

Sport ist persönliches Erleben – Vertiefung, Konzentration und Flow-Erlebnis, wenn das Ganze in einer höheren Einheit aufgeht

Sport ist die Fähigkeit, sich konkrete Ziele zu stellen und diese zu verfolgen.

Sport heisst, mit anderen zusammen zu agieren. Teambildung ganz konkret.

Sport ist seinem Wesen nach global und universal. Sport wird über nationale, ethnische und geographische Grenzen hinweg getrieben. Mit Hilfe von Studienreisen, Exkursionen und Austauschprojekten sollen die Schüler der Sportschulen in Oure die Welt entdecken.


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